Um einen solchen Eingriff der plastischen Chirurgie machen zu lassen, bedarf es einiger „Mindestvoraussetzungen“.
So ist beispielsweise zu beachten, dass nicht jeder Busen dafür geeignet ist, eine Brustoperation durchführen zu lassen. Die Eignung einer Brust für eine Operation, hängt von der Größe, dem Gewicht, der Form, der Beschaffenheit des Gewebes, den Vorerkrankungen und anderen persönlichen Voraussetzungen ab. Erst nach eingehender Untersuchung der Brüste der Patientin ohne negativen Befund, kann ein solcher Eingriff durchgeführt werden.
Weiterhin sollte ein gewisses Mindestalter eingehalten werden. So kommt eine Bruststraffung in jungen Jahren wahrscheinlich sowieso nicht in Frage. Aber viele Mädchen wünschen sich schon sehr frühe eine Brustvergrößerung, weil sie unglücklich mit ihrer derzeitigen Brustgröße sind. Problematisch ist aber, dass der Busen dieser Mädchen im Laufe der Jahre noch Größe und Form verändert, so dass ein operativer Eingriff hier nicht von Dauer wäre. Daher sollte man mit dem Einsetzen der Brustimplantate wenigstens bis zum Alter von 21 Jahren abwarten.
Bei einer Brustverkleinerung können bereits ab 18 Jahren Eingriffe durchgeführt werden, vor allem auch deswegen, weil das Gewicht der großen Brüste sich negativ auf den Wirbelsäulenbereich auswirken könnte.
Außerdem sollte man bedenken, dass man bei einer solchen Operation mit größeren Einschränkungen in der Nachfolgezeit zu rechnen hat und in Schule und Beruf eventuell für mehrere Wochen ausfällt.
Wenn aus medizinischer Sicht und vom Mindestalter her alles in Ordnung ist, dann bleibt es der Patientin selbst überlassen wie sie sich entscheidet. Sie sollte aber in jedem Fall Kosten und Nutzen gut abwägen bevor sie eine Entscheidung trifft. Eine Liste mit den Pros und Kontras zu machen, sie auf dem heimischen Laserdrucker auszudrucken und somit zu visualisieren kann auf jeden helfen eine Entscheidung zu treffen.
Schließlich ist eine Brustoperation ein größerer Eingriff, der auch mit ernsthaften Risiken während des Eingriffs, aber auch noch im späteren Leben (z.B. Brustwarzensensibilität und Stillvermögen) verbunden sein kann.
Erst, wenn man sich wirklich im Klaren darüber ist, was auf einen zukommen kann und dieses Risiko nach mehreren Beratungsgesprächen und der Vorbereitung auf die Operation trotzdem eingehen möchte, dann sollte man auf diese Möglichkeit zurückgreifen; es sollte aber auch keinen Fall eine übereilte oder nicht gut durchdachte Entscheidung zu diesem Eingriff führen.